Ghost-Anwendungen oder « Shadow IT » stellen eine unsichtbare, aber sehr reale Gefahr für moderne Unternehmen dar. Während die Mitarbeiter versuchen, ihre Produktivität zu optimieren, verwenden sie nicht validierte Tools, die der Kontrolle der IT entgehen und die Datensicherheit gefährden. Lassen Sie uns herausfinden, wie man diese Bedrohungen identifiziert und Datenlecks verhindert.
Zusammenfassung in 3 Punkten
Ghost-Anwendungen, auch bekannt als « Shadow IT », umfassen alle Technologien, die von Mitarbeitern ohne Validierung der IT-Abteilung genutzt werden. Diese unkontrollierten Lösungen umfassen Cloud-Dienste, mobile Anwendungen und lokal installierte Software. Der Reiz dieser Tools liegt oft in ihrer Fähigkeit, schnelle und effektive Lösungen für spezifische Bedürfnisse zu bieten.
Diese individuellen Entscheidungen können das Unternehmen jedoch erheblichen Sicherheitsrisiken aussetzen. Durch die Nutzung nicht validierter Tools können kritische Daten kompromittiert werden, was die Kontrolle und Rückverfolgbarkeit von Informationen nahezu unmöglich macht. Laut dem « Cloud and Threat Report » von Netskope entzieht sich die große Mehrheit der in Unternehmen genutzten Cloud-Anwendungen der Kontrolle der IT-Abteilung.
Wenn Mitarbeiter nicht genehmigte Tools verwenden, entsteht ein paralleles Ökosystem, das die Infrastruktur des Unternehmens schwächt. Sensible Daten, wie Kundenakten oder Verträge, können über unsichere Dienste übertragen werden, was das Risiko von Lecks erhöht. Darüber hinaus kann die Nutzung dieser Anwendungen zu rechtlichen Nichtkonformitäten führen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten.
Homeoffice und Mobilität haben diese Probleme verstärkt und die Verwaltung von Zugängen und die Überwachung von Datenflüssen komplexer gemacht. IBM hat enthüllt, dass 35% der Sicherheitsverletzungen « Shadow Data » betreffen, Informationen, die außerhalb der von der IT-Abteilung überwachten Systeme gespeichert sind.
Um die Kontrolle zurückzugewinnen, ist es entscheidend, den ausgehenden Datenverkehr zu überwachen, um nicht gelistete Dienste zu identifizieren. Cloud-Überwachungstools können nützlich sein, um externe Verbindungen sichtbar zu machen. Parallel dazu kann ein offener Dialog mit den Teams helfen, die Beweggründe hinter der Nutzung dieser Drittanbieter-Tools zu verstehen, um interne Lösungen an die tatsächlichen Bedürfnisse anzupassen.
Die Erstellung eines Katalogs validierter und leicht zugänglicher Anwendungen kann die Einführung neuer Tools umrahmen und gleichzeitig die Agilität bewahren. Eine Kontrolle der Installationsrechte auf den Arbeitsplätzen begrenzt unautorisierte Installationen und ermöglicht gleichzeitig die schnelle Bereitstellung validierter Tools.
Über technische Maßnahmen hinaus spielt das Bewusstsein der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Indem die potenziellen Gefahren, wie Datenlecks oder unautorisierte Zugriffe, erklärt werden, können die Mitarbeiter sichere Verhaltensweisen annehmen. Eine kontinuierliche Schulung stärkt die allgemeine Sicherheit des Unternehmens, indem unkontrollierte Nutzungen reduziert werden.
Das Konzept der « Shadow IT » hat mit dem Aufstieg des Cloud Computing und der SaaS-Anwendungen (Software as a Service) an Bedeutung gewonnen. Während Unternehmen versuchen, wettbewerbsfähig zu bleiben, greifen Mitarbeiter oft auf schnelle und zugängliche Lösungen zurück, um den Anforderungen ihrer täglichen Arbeit gerecht zu werden. Diese Tendenz hat jedoch die Herausforderungen der IT-Governance aufgezeigt und die Organisationen dazu veranlasst, ihre Sicherheitsrichtlinien zu verstärken und einen proaktiven Ansatz zur Verwaltung dieser nicht validierten Technologien zu verfolgen.